Fine Art Print – Dracula on his trip
Wissenswertes über die Namensherkunft und Mythen
Über die etymologische Herkunft des in Europa gebräuchlichen Wortes „Vampir“ herrscht Uneinigkeit. Laut dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache stammt die deutsche und erstmals 1732 in Leipzig publizierte Wortform von serbokroatisch vàmpîr. Gesichert ist nur, dass der ungarische, wiederum aus dem Polnischen abgeleitete Begriff „Vampir“ spätestens 1732 in der internationalen Literatur dominierte. Hervorgegangen aus dem slawischen (bilden einen Hauptzweig der indogermanischen Sprachen – man unterscheidet gewöhnlich zwischen Ostslawisch, Westslawisch und Südslawisch) Sprachraum, verbreitete sich das Wort nach Westeuropa, wo es in den einzelnen Ländern abgewandelt wurde; in Italien, Spanien und Portugal nennt man das Wesen beispielsweise vampiro, in Dänemark und Schweden vampyr. Auch die baltischen Sprachen (sind ein Zweig der Sprachfamilie der indogermanischen Sprachen, der heute noch aus Litauisch und Lettisch) kennen das Wort, das mit dem bulgarischen vapir in Verbindung gebracht wird, das aus einem mazedonischen Dialekt (ist eine Sprache aus der südslawischen Untergruppe der slawischen Sprachen) stammt und so viel wie „geflügeltes Wesen“ bedeutet. Andere führen das Wort „Vampir“ auf die serbokroatische oder die litauische Sprache zurück. In Südrussland, Böhmen (war eines der Länder der Böhmischen Krone), Montenegro (ist eine Republik an der südöstlichen Adriaküste in Südeuropa) und Teilen Serbiens nennt man das Vampirwesen wukodalak, vurkulaka oder vrykolaka, was sich aus dem Slawischen entleitet und „wolfhaarig“ bedeutet, aber im Griechischen übernommen ein Wort für Vampir wurde. Die Serben kennen die Begriffe vampir, lampir, lapir, upir und upirina. Im Albanischen werden die Vampirwesen als vampir oder dhampir bezeichnet. Letzteres besteht aus den Wortteilen dham „Zahn“ und pir „trinken“. In der Ukraine heißt die Gestalt Upyr, in Belarus (im deutschen Sprachraum auch Weißrussland, ist ein osteuropäischer Binnenstadt) und der Slowakei upir und in Polen sind die Bezeichnungen upior, upierzyc und wapierz gebräuchlich. Das Suffix pir steht dabei für ein „geflügeltes oder gefedertes Wesen“. Die erste Bezeichnung als Upir findet sich für einen im Jahr 1047 n. Chr. erwähnten Fürsten namens Upir Lichyi in der Umgebung von Nowgorod, im Nordwesten von Großrussland. In Westrussland finden sich zudem Orte, die Upiry und Upirow heißen und deren Bewohner sich damit brüsten, von Vampiren abzustammen.
Der erste bekanntere angebliche Vampir stammte aus dem heutigen Kroatien, aus dem kleinen Dorf Kringa (Istrien – ist die größte Halbinsel an der nördlichen Adria), welches damals zur Republik Venedig gehörte. Er soll dort im Jahre 1652 gestorben sein. Er war ein Bauer und trug den Namen Jure Grando (er war ein Bauer aus dem Dorf Kringa in Istrien). Im Jahre 1672 soll er aus seinem Grab gestiegen sein und des Öfteren das Dorf terrorisiert haben. In dem Buch von Johann Weichard Valvasor (er war ein Adeliger im habsburgischen Herzogtum Krain sowie ein bedeutender Universalgelehrter, Topograph und Historiker) wird dieser Vampir das erste Mal in der europäischen Literatur erwähnt. Johann Joseph von Görres (er war ein deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer sowie katholischer Publizist, der als Naturphilosoph vor allem durch seine vierbändige Christliche Mystik bekannt wurde) übernahm diese Geschichte in seinem mehrbändigen Werk Die christliche Mystik, das 1836–1842 in Regensburg gedruckt wurde.
Der vom Vampirmythos abgeleitete Vampirismus geht auf den Aberglauben zurück, dass das Trinken von Blut, als Essenz des Lebens, lebenspendend sei. Bekannt ist in diesem Zusammenhang die Legende der „Blutgräfin“, die sich um die ungarische Adelige Ersébet Báthory (sie war war eine ungarische Gräfin) rankt. Dem Mythos zufolge soll sie nach dem Tod ihres Ehemannes im Blut von über sechshundert durch Versprechen auf ihr Schloss gelockten jungfräulichen Dienstmädchen gebadet haben, um sich jung zu halten. Diese Unterstellung wurde jedoch nie belegt oder bewiesen. Der Vampirmythos in Osteuropa ist unabhängig davon entstanden.
Bis heute scheint es bei verschiedenen Völkergruppen in Asien, Afrika und Südamerika, aber auch in Osteuropa den Glauben an Vampire oder vampirähnliche Gestalten zu geben. Besonders das Internet hat sich als beliebtes Verbreitungsmedium herauskristallisiert. (Quelle: Wikipedia)
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